Du kannst dich selbst testen, ob du Symptome hast oder nicht. Studien zeigen, dass frühere Tests innerhalb der ersten 4 Krankheitstage typischerweise eine höhere Viruslast bedeuten, die leichter zu erkennen ist. Da das Testergebnis eine für diesen Zeitpunkt gültige Momentaufnahme ist, sollten die Tests gemäß den Empfehlungen der örtlichen Behörden wiederholt werden.

  • Achte darauf vor der Probenentnahme gründlich zu Schnäuzen.
  • Achte darauf sichtbar Probenmaterial (Nasensekret) zu entnehmen.
  • Führe den Test unmittelbar nach der Probenentnahme durch.
  • Befolge die Gebrauchsanweisung genau.
  • Bringe die Tropfen der Extraktionslösung nur auf der Probenvertiefung (S) auf.
  • Zuviele oder zu wenige Tropfen an Extraktionslösung können zu einem ungültigen bzw. falschen Testergebnis führen.

Aufgrund der Funktionsweise des Schnelltests erhält man das Ergebnis bereits nach 10-15 Minuten. Schnelltests benötigen kein Labor zur Auswertung und sind daher einfacher verfügbar. Studien zeigten, dass eine sehr hohe Viruslast beim Patienten häufig schon vor dem Auftreten von Symptomen besteht (He, X., Lau, E.H.Y., Wu, P. et al. Temporal dynamics in viral shedding and transmissibility of COVID-19. Nat Med 26, 672–675 (2020). https://doi.org/10.1038/s41591-020-0869-5). Patienten sind also schon vor dem ersten Auftreten von Symptomen sehr ansteckend für andere Personen. Schnelltests können daher die Zeit, in denen diese Personen unbemerkt weitere Personen infizieren, verringern. Sie erhöhen die Chance, Personen zu identifizieren, die unwissentlich möglicherweise andere Menschen anstecken würden.

Polymerase-Kettenreaktion (PCR; engl.: polymerase chain reaction) ist ein Standardverfahren in der Diagnostik von Viren und weißt das Erbmaterial des Virus. Das Testverfahren benötigt für die Auswertung ein Labor und braucht dafür einige Stunden. Die PCR ist der Goldstandart in der Diagnostik von Viren, ist jedoch nur begrenzt verfügbar. Durch die Bundesregierung wurde klar geregelt, wer mittels PCR getestet werden soll, um die vorhandenen Kapazitäten nicht zu überfordern (https://www.bundesgesundheitsministerium.de/coronatest.html#c19143).

Antigen-Tests können den Erreger ebenfalls direkt nachweisen, konzentrieren sich aber nicht auf Erbgutinformationen, sondern auf Eiweißfragmente. Antigen-Tests sind vor allem sinnvoll, um bei Personen ohne Symptome eine Infektion nachzuweisen. Außerdem können bei größeren Menschenmengen in einem kleinen Zeitraum Infizierte von wahrscheinlich nicht Infizierten getrennt werden, zum Beispiel in Schulen oder am Arbeitsplatz. Für die Probenentnahme ist jedoch eine medizinische Schulung notwendig, weshalb der Antigen-Test für den privaten Gebrauch ungeeignet ist.

Mit einem Antikörpertest kann so auch nach einer überstandenen Corona-Infektion nachgewiesen werden, ob der Patient an Corona erkrankt war. Für den Nachweis einer akuten Infektion sind Antikörpertests ebenso ungeeignet wie für einen Nachweis der aktuellen Infektiosität, wie lange die Infektion schon zurückliegt oder ob ein ausreichender Immunschutz gegen eine erneute Infektion vorliegt. Stattdessen sind sie sinnvoll, um die Dunkelziffer der Infektionen in der Bevölkerung nachträglich zu ermitteln.

Ja. Ein negativer Schnelltest ist nur eine Momentaufnahme. Er kann mit einer (wenn auch geringen) Prozentzahl sogar auch falsch-negativ sein. Alle geltenden Bestimmungen müssen trotz eines negativen Schnelltests eingehalten werden. Ein negativer Schnelltest ist lediglich eine zusätzliche Sicherheit, wenn sich eine Person innerhalb der geltenden Bestimmungen bewegt. Dies kann z.B. der Fall sein, wenn jemand eine andere Person treffen möchte, die ein erhöhtes Risiko hat einen schweren Verlauf einer Corona-Infektion zu erleiden